Mit 87 Jahren ist Hans-Jürgen Massaquoi diese Woche nach langer Krankheit in Florida gestorben. Die Gedanken der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und Community sind bei ihm und seiner Familie.

Massaquoi wuchs in der Zeit des Nationalsozialismus in Hamburg auf und hat diesen überlebt. „Ich habe auch ungeheures Glück gehabt“, sagte er1999 in einem Interview. Bis 1948 lebte er in Deutschland – musste Rassismus, Ausgrenzung und Gefährdung erdulden.
Der Publizist und Kommunikationswissenschaftler schloss sich der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung an und machte Karriere als Chefredakteur des afroamerikanischen Magazins „Ebony“. 1999 schrieb er den ersten Teil seiner Autobiografie Destined to Witness, die zu einem Bestseller wurde und dem später der zweiter Teil „Hänschen klein, ging allein“ folgte.
Es sind Zeitzeugenberichte. Sein Lebenswerk ist bedeutsam für die Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland. Einige von uns durften den starken und inspirierenden Mann kennenlernen.

In stillem Gedenken an einen besonderen Menschen, wollen wir uns verabschieden.
Hans-Jürgen Massaquoi wird unvergessen bleiben.

Der Vorstand der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland