PM Podiumsdiskussion Zwarte Piet in Potsdam

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. (ISD) lädt zur Podiumsdiskussion über Zwarte Piet und dem Zusammenhang der Blackfacing-Tradition mit Rassismus ein Berlin/Potsdam, 04.11.2015: Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. (ISD) begrüßt die Entscheidung der Stadt Potsdam das rassistische Blackfacing nicht zu unterstützen und lädt am 9. Dezember in das Potsdamer T-Werk zu einer Podiumsdiskussion mit Aktivist_innen und Expert_innen aus einem breiten Anti-rassistischen Bündnis ein. Mit Unterstützung zahlreicher Organisationen, wie dem Afrika-Rat Berlin-Brandenburg, dem European Network of People of African Decent (ENPAD), Potsdam Postkolonial und der Antidiskiminierungsberatung Brandenburg wurde eine Informationsveranstaltung organisiert. Mit der Veranstaltung will die ISD über Zwarte Piet und seine kolonialrassistischen Wurzeln aufklären und für die Fortschreibung von Rassismus durch Blackfacing sensibilisieren. Die Stimmen derjenigen soll gehört und gestärkt werden, die in Potsdam gegen diese Form des Rassismus vorgehen. Mit dieser Veranstaltung bieten Befürworter_innen einer Veränderung von Zwarte Piet der Öffentlichkeit einen Dialog an. Der Abend kann zudem als Beitrag zur UN Dekade für Menschen afrikanischer Wurzeln gesehen werden. ISD Vorstandsfrau und Mitbegründerin von ENPAD Jamie Schearer sagte dazu: „Wir freuen uns sehr über den Erfolg, den wir durch den Protest gegen Zwarte Piet im letzten Jahr erzielen konnten. Potsdam setzt somit ein Vorbild für die Niederlande und Feste, die auch weiterhin in Deutschland gefeiert werden. Gerade bei unseren niederländischen Partnern wurde die Nachrichten sehr positiv aufgenommen.“ Sowohl die lokale Bevölkerung als auch (politische) Akteur_innen aus Potsdam und Umgebung sollen ansprochen werden. Die Veranstaltung richtet sich an von Rassismus betroffene Menschen sowie Unterstützer_innen von Anti-Rassismus, Ladenbesitzer_innen aus dem Niederländsichen Viertel sowie Niederländer_innen aus Potsdam und Umgebung eingeladen, aber auch anderweitig Interessierte und Eingebundene sind...

Pressemitteilung „Performing Back in Hamburg“

Pressemitteilung   Hamburg, 16.9.2015   Am 9. Und 10. Oktober 2015 wird im LICHTHOF Theater, in Kooperation mit der AG Queer Studies der Universtität Hamburg und dem Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, die Performance „Performing Back“ von Simone Dede Ayivi aufgeführt werden. Die Stadtlandschaften Europas sind geprägt von Spuren der Kolonialvergangenheit und Relikten kolonial-rassistischer Ideologie. So werden auch in vielen deutschen Städten koloniale Akteure bis heute unkommentiert mit Straßennamen und Denkmälern geehrt. Schwarze Menschen und People of Color sind somit immer wieder an die Verbrechen des Kolonialismus erinnert.   Auch Hamburg war mit dem Hafen Drehscheibe des deutschen Kolonialismus und noch heute sind die Spuren der Kolonialgeschichte im Stadtbild noch sehr präsent: in Form von Ehrenmäler, Straßennamen, die auf die ehemaligen Handelskolonien verweisen, Wohn- und Kontorhäuser mit entsprechend exotischen Fassadenmotiven, die imperiale Ansprüche auf Menschen und Naturreichtümer dokumentieren, und Speicher, in denen ‚Kolonialwaren‘ umgeschlagen wurden.   Hamburg ist in Deutschland zwar bislang die einzige Stadt, die versucht, ein Konzept zur stadtweiten Aufarbeitung des koloniales Erbes zu erarbeiten, doch auch hier geschieht dies bisher nur in hegemonialen Diskursen weißer Politiker_innen und Wissenschaftler_innen. Denn trotz Angeboten Interventionen und Forderungen etablierter Arbeitskreise, Vereine und Initiativen, die Beteiligung Betroffener Schwarzer Menschen und People of Color in Hamburg im Konzept zu verankern, entschloss sich der Kulturausschuss der Stadt Hamburg bisher dagegen.   Schwarze Menschen und PoC werden aus dem Aufarbeitungsprozess auf deutscher Seite in Hamburg systematisch ausgeschlossen. Um dennoch eine Schwarze Sichtweise zu präsentieren, haben wir uns entschlossen, Simone Dede Ayivis „Performing Back“ nach Hamburg einzuladen. Sie wird die Performance an die Stadt Hamburg und das Hamburger Stadtbild anpassen.   Angesichts der Tatsache, dass kolonialer Rassismus...