Pressemitteilung – Netzwerktreffen für People of African Descent in Berlin vom 13. – 16. Februar 2014

130 Jahren nach der Kongo Konferenz kommen Europäische Schwarze Interessenvertretungen in Berlin zusammen, um einen Forderungskatalog für die Europawahlen 2014 zu erarbeiten.

In Kooperation mit dem European Network Against Racism (ENAR) plant die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. (ISD) vom 13. bis 16. Februar 2014 ein europäisches Netzwerktreffen für Schwarze Interessenvertretungen im Rahmen der Europawahlen im Mai 2014. Vertreter_innen aus mehr als 15 europäischen Ländern sind eingeladen, in Arbeitsgruppen einen Forderungskatalog und daraus abgeleitet: Wahlprüfsteine für die Europawahlen zu erarbeiten. Sie sollen Schwarzen Interessenvertretungen die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie im Kampf gegen Anti-Schwarzen Rassismus in Europa ermöglichen.

Ein weiteres Ziel des Treffens ist die nachhaltige Vernetzung der Interessenvertretungen, um sich gegenseitig zu empowern und Policy Tools zugänglich zu machen. Sie sollen es den Beteiligten ermöglichen, mit Politiker_innen an konkreten Maßnahmen für eine Verbesserung der Situation Schwarzer Menschen zu arbeiten, sie dabei unterstützen ihre Anliegen in Europa sichtbar zu machen und langfristig einen Anti-Schwarzen Rassismus zu bekämpfen.

Vor 130 Jahren waren die europäischen Kolonialmächte in Berlin zusammengekommen, um über die Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents zu entscheiden. Das Netzwerktreffen stellt sich damit nicht nur dieser Vergangenheit entgegen, sondern schafft auch neue Narrative, die auf die noch immer vorhanden kolonialen Strukturen aufmerksam machen sollen.

Während des langen Wochenendes plant die ISD zwei Networking-Events, die sowohl Schwarze Organisationen als auch Anti-rassistische Initiativen zum Austausch anregen.

Ansprechpartner_in:

ISD Berlin: isdberlin@isdonline.de

ISD Vorstand - Jamie Schearer: jamieschearer@isd-bund.org