Projekte

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Be the change - Werde aktiv!

Bundestreffen

Im November 1985 riefen zum ersten Mal Schwarze Frauen und Männer bundesweit zu einem Treffen in Wiesbaden auf, um aus der damals erlebten Isolation einer mehrheitlich weißen Gesellschaft herauszutreten. Bis heute findet dieses Treffen jährlich statt. Seit den Anfängen hat sich viel verändert. Aus einer überschaubaren Anzahl von Kontakten wurde eine vielschichtige Vernetzung.

Aus einer überschaubaren Anzahl von Kontakten wurde eine vielschichtige Vernetzung. Schwarze Menschen bearbeiten Themen miteinander, schaffen Diskussionsforen und Wissen, gestalten ihren privaten wie den öffentlichen Raum. Beim Bundestreffen gibt es Workshops, Vorträge, Gespräche, Austausch, Infostände, Kinderprogramm und viel Raum zur Selbstgestaltung. Abends gibt es Unterhaltung mit Filmen, Performance, Lesungungen und Party... Erfahre mehr...

Homestory Deutschland

Die Ausstellung “Homestory Deutschland – Schwarze Biographien in Geschichte und Gegenwart”, wurde von der “Initiative Schwarze Menschen in Deutschland” (ISD Bund e.V.) sowohl initiiert, als auch organisiert und von der Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Projektes “Africom” gefördert.

Sie ist ein kollektives Selbstportrait. Es greift afrikanische, afrikanisch-amerikanische und Schwarze deutsche Erinnerungstraditionen auf, in denen der mündlichen und schriftlichen Weitergabe von gelebter Erfahrung eine maßgebliche Rolle zukommt. Mit der Zusammenschau von 27 visuell aufbereiteten Biografien Schwarzer Männer und Frauen aus drei Jahrhunderten lässt sich einerseits exemplarisch erhellen, in welcher Weise sich gesellschaftliche und damit systemische Rahmenbedingungen in einzelne Lebensgeschichten einschreiben und diese formen und prägen. Andererseits wird es möglich, individuelle Verhandlungen und Entscheidungsfähigkeiten 

nachzuvollziehen und den ihnen innewohnenden aktiven und bewussten Gestaltungswillen hervortreten zu lassen, der die stete und oftmals mühsame Auseinandersetzung mit der weißen Mehrheitsgesellschaft eindrucksvoll bezeugt. Mehr hier...

Kampagne "Stop Racial Profiling"

Racial Profiling beschreibt die diskriminierende Verwendung von Zuschreibungen wie ethnische Zugehörigkeit, phänotypische Merkmale, nationale Herkunft u.a. als Grundlage für polizeiliche Identitätskontrollen und Durchsuchungen ohne konkretes Indiz.

Im Oktober 2012 entschied das Oberverwaltungsgericht Koblenz, dass Personenkontrollen aufgrund der Hautfarbe nicht mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz vereinbar sind. Die Entscheidung des Gerichtes wird als richtungsweisend im Kampf gegen das so genannte „Racial Profiling“ gewertet. Ende letzten Jahres erschütterten die Vorwürfe gewaltvoller polizeilicher Übergriffe auf Derege W. und Mounir A. die Öffentlichkeit. An die 2000 Menschen demonstrierten in Frankfurt am Main.

Mit einer Petition beim Petitionssauschuss des Deutschen Bundestages forderte das Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. (BUG) und die ISD eine unabhängige Meldestelle für polizeiliches Fehlverhalten, die Aufnahme von „Racial Profiling“ als Diskriminierungspraxis ins Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und die Abschaffung der so genannten verdachtsunabhängigen Kontrollen.

Was kommt nach der Petition? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es auf welchen Ebenen?
Um auf dem Laufenden zu bleiben, besuche unsere Kampagnenseite...

Network Meeting for People of African Descent and Black Europeans

Ziel des Projekts und der Treffen ist die nachhaltige Vernetzung der Interessenvertretungen, um sich gegenseitig zu empowern und Policy Tools zugänglich zu machen. Sie sollen es den Beteiligten ermöglichen, mit Politiker_innen an konkreten Maßnahmen für eine Verbesserung der Situation Schwarzer Menschen zu arbeiten, sie dabei unterstützen ihre Anliegen in Europa sichtbar zu machen und langfristig einen Anti-Schwarzen Rassismus zu bekämpfen.

Vor 130 Jahren waren die europäischen Kolonialmächte in Berlin zusammengekommen, um über die Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents zu entscheiden. Das Netzwerktreffen stellt sich damit nicht nur dieser Vergangenheit entgegen, sondern schafft auch neue Narrative, die auf die noch immer vorhanden kolonialen Strukturen aufmerksam machen sollen. Erfahre mehr...

Rheinland - Der Film

Während des ersten Weltkriegs zwang die französische Regierung afrikanische Männer – darunter viele aus dem Senegal und Kamerun – für die französische Armee als Kolonialsoldaten zu kämpfen.

Bis zum Jahr 1919 waren zwischen 25000 und 40000 afrikanische Soldaten im Rheinland stationiert. Nach Deutschlands Kriegsniederlage sind manche geblieben und haben Familien gegründet.

Ihre ohnehin schon von Rassismus und Diskriminierung gezeichneten Leben waren mit der Machtübernahme Hitlers und der NSDAP nun existenziell gefährdet. Im Jahr 1937 wurde die so genannte Kommission Nummer 3 mit der geheimen Order, die Kinder solche Familien zu sterilisieren, eingesetzt…

“Rheinland” ist ein Film, der die Geschichte dieser Kinder durch die Augen des 12-jährigen Joachim, Sohn des senegalesischen Awa und der deutschen Annemarie, erzählt. Joachim ist gezwungen, sich mit seiner Identität im zunehmend feindlich gesinnten Umfeld seines Heimatdorfes auseinanderzusetzen.

“Rheinland” entsteht in Kooperation mit der ISD Bund e.V. Erfahre mehr...

Black History Month

Jedes Jahr im Februar wird in zahlreichen Ländern der Black History Month (BHM) gefeiert. Diese Tradition geht auf das Jahr 1926 zurück, als der Historiker Carter G. Woodson eine Veranstaltungsreihe initiierte, um die breite Öffentlichkeit in den USA über Schwarze Geschichte und die kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen der afro-amerikanischen Bevölkerung aufmerksam zu machen. Der erste BHM in Deutschland fand 1990 in Hamburg statt. Er wurde von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) organisiert und sollte die Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland würdigen. Erfahre mehr...

Schwarzes Kulturfestival Hamburg

Im Deutschen Schauspielhaus Hamburg, wie auch in Wien und München, soll das Stück „Die N*“ in einer Inszenierung von Johan Simons aufgeführt werden.

Bereits im Vorfeld protestierten Schwarze Menschen gegen den diskriminierenden Titel, das in der Werbung praktizierte Blackfacing sowie die Ensemblebesetzung mit weißen Schauspielern entgegen den Anweisungen des Autors. Insbesondere das Fehlen einer Kontextualisierung von Werk und Titel war Anlass für einen Offenen Brief diverser Schwarzer Organisationen aus Österreich und Deutschland, der die Absetzung des Stückes fordert. Anstelle eines öffentlichen Diskurses mit den Schwarzen Protestierenden wählten die Produzenten der Inszenierung das Reden über sie. Für die Schwarzen Stimmen hatte die Medienberichterstattung darüber vor allem Drohbriefe und Hassmails zur Folge.

Dies nahmen wir zum Anlass, uns nicht nur gegen diese Art des Vorgehens im allgemeinen auszusprechen, sondern aktiv eine andere Möglichkeiten des Umgangs mit dem Thema Rassismus aufzuzeigen. Mehr hier...

Wahlprüfsteine anlässlich der Bundestagswahl 2013

Schwarze Menschen zählen zu den jüngsten und den am schnellsten wachsenden demographischen Gruppen in Deutschland und blicken gleichzeitig auf eine lange Geschichte zurück. Die Schwarze Erfahrung in Deutschland bietet Einblicke in eine über vierhundertjährige Geschichte von mehrfach neu institutionalisiertem Rassismus, aber auch von Widerstand und Selbstbehauptung im Kontext von Versklavung, kolonialer Ausbeutung und Verfolgung in der NS-Zeit. Neben Sinti und Roma waren auch Schwarze Menschen das erklärte Ziel rassistischer Politik im Nachkriegsdeutschland, wie die Bundestagsdebatte zu den sogenannten „brown babies“ im Jahr 1952 eindrücklich zeigt. Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, in der Bildung und der Behandlung durch die Sicherheitsorgane zählt bis heute zum Alltag Schwarzer Menschen in Deutschland. Erfahre mehr...

Das Afronetz

Das Afronetz ist ein Online-Diskussionsforum zu sozialen, politischen, ökonomischen, kulturellen Themen (u.a.). Es dient als Plattform für den Austausch Schwarzer Menschen in der Diaspora.

Da das Afronetz eine E-Mail Verteilerliste ist, die ausschliesslich für Schwarze Menschen und Organisationen offen ist, bitten wir um eine kleines Anschreiben mit Angaben zur Person bzw Organisation an: isdbund@isdonline.de

Wenn Du mitmachen möchtest und unserer Netikette zustimmst, hier mehr...