in einem offenen Brief kritisiert der Migrationsrat Berlin Brandenburg / MRBB die als Links geltende Zeitung „TAZ.

„Die gewählte Form der Satire kann dabei als ein Vorweggriff der gängigen weißen Abwehrstrategien („Ist doch nur Spaß“, „Das war doch gar nicht so gemeint“ oder „Das muss man doch noch sagen dürfen“) gelesen werden, delegitimiert sie doch die Kritik an der Verwendung von rassistischen Unwörtern wie „N-König“ oder „N-Hoheit“ mit dem Verweis auf ihren „Unernst“.

Zwar darf die Satire laut Kurt Tucholsky bekanntlich „Alles!“, sie verliert dieses Anrecht jedoch, wenn sie anstatt kritisch herrschende Machtverhältnisse zu hinterfragen, diese vielmehr stabilisiert, indem sie rassistische und sexistische Stereotype reproduziert.“

Der MRBB fordert die „TAZ“ dazu auf, sich öffentlich kritisch mit der eigenen weißen Machtposition auseinanderzusetzen sowie auf diskriminierende und rassistische Berichterstattung zu verzichten. Unterstützt wirde der MRBB von Antidiskriminierungsnetzwerks des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (ADNB des TBB), des Vorstands der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), des Vorstands Schwarze deutsche Frauen und Schwarze Frauen in Deutschland e.V. (ADEFRA), des Vorstand des Afrika-Rats e.V.

Den ganzen Brief als pdf Datei ->beschwerdebrief-an-taz.pdf