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 Der Verein Decolonize Berlin sucht ab sofort 

2x Leitungen (m, w, d) 

Koordinierungsstelle „Gesamtstädtisches Konzept zu Berlins kolonialer Vergangenheit“ 

Ca. 35 Std./ Woche, zunächst befristet bis 31.12.2021 

Der Verein Decolonize Berlin geht aus einem Netzwerk zivilgesellschaftlicher Akteure hervor, das sich seit Jahren für die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart von Kolonialismus und Rassismus, für die Anerkennung und Wiedergutmachung von kolonialen Unrecht und für eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit Berlins Kolonialer Vergangenheit und Gegenwart einsetzt. Das Bündnis besteht zurzeit aus AfricAvenir International, AFROTAK TV cyberNomads, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag – BER, Berlin Postkolonial, Each One Teach One, FuturAfrik, glokal sowie der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und stützt sich auf die ehrenamtliche Arbeit eines Netzwerks von ca. 100 Einzelpersonen . 

Im August 2019 hat das Berliner Abgeordnetenhaus die Entwicklung eines gesamtstädtischen Aufarbeitungs- und Erinnerungskonzepts zur Geschichte und zu den Folgen des Kolonialismus des Landes Berlins beschlossen. Dafür wird mit Haushaltsmitteln des Landes Berlin ab 2020 eine Koordinierungsstelle beim Verein Decolonize Berlin eingerichtet. 

Als Leitungsteam gestalten Sie den Prozess rund um die Erarbeitung eines gesamtstädtischen Aufarbeitungskonzepts unter Einbeziehung aller relevanten Akteur*innen. 

Aufgaben der beiden Leitungen der „Koordinierungsstelle“ 

● Planung und Umsetzung eines transparenten Partizipationsverfahrens der Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung vom Land Berlin und seiner Bezirke zur Erarbeitung eines „Stadtweiten Konzepts zu Berlins kolonialer Vergangenheit“, 

● Durchführung und Dokumentation von Vernetzungsveranstaltungen, Trialogen, Konferenzen, Best Practise Austausch 

● Kommunikation und Zusammenarbeit mit Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaftler*innen sowie Mitarbeiter*innen aus Politik, Verwaltung und kommunalen sowie Bildungsinstitutionen 

● Erstellung von Jahresberichten 

● Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung 

● Budget- und Personalverantwortung 

Anforderungen an die Leitungen der „Koordinierungsstelle“ 

● Abgeschlossenes Studium bevorzugt Geistes- und Sozialwissenschaften oder vergleichbare Qualifikation mit einschlägiger Berufserfahrung 

● Mehrjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren und beim Aufbau von Netzwerken 

● Erfahrung in Büroleitung von Nichtregierungsorganisation 

● Gute Kenntnisse der Berliner Kolonialgeschichte und zu postkolonialer Theorie 

● Kenntnisse der politischen und verwaltungsrechtlichen Strukturen des Landes Berlin 

● hohe Diversitätskompetenz und Auseinandersetzung mit Rassismus und Empowerment von Schwarzen Menschen 

● Verhandlungs- und Textsicherheit in der deutschen Sprache (C2), Sehr gute Englischkenntnisse (C1) 

Wir bieten: 

Die Gestaltung eines partizipativen und bisher einzigartigen politischen Prozesses rund um die koloniale Vergangenheit Berlins und ihre Auswirkungen in die Stadtgesellschaft. Die Unterstützung durch eine kritische und engagierte Basis. Die Positionen werden mit TV L in der Entgeltgruppe 13 vergütet. 

Wir begrüßen ausdrücklich Bewerbungen von Schwarzen Menschen und People of Color. 

Wir bitten um elektronische Einreichung der Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugnisse und Angabe der Verfügbarkeit in einem pdf) bis zum 23. März 2020 an: 

Tahir Della, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) 

Sylvia Werther, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER) 

E-Mail: info@decolonize-berlin.de 

Die Vorstellungsgespräche finden am 31. März und 3. April 2020 in Berlin statt. 

Hintergrundinformationen: 

● https://www.parlament-berlin.de/ados/18/IIIPlen/vorgang/d18-1788.pdf 

● https://eineweltstadt.berlin/wp-content/uploads/2020-02-06_doku_ber-nwt_decol-kickoff_final.pdf