Vor kurzem erschien ein neues Buch im Free Pen Verlag: Stolpersteine auf dem Weg zur Freiheit – Von der Kolonisation Afrikas zur Migration von Joël Agnigbo.                                                                                              Joël Agnigbo beschäftigt sich in dem Buch mit einer zentralen Frage: Wieso ist es den europäischen Kolonialisten trotz des Widerstands gelungen, auf den afrikanischen Kontinent einzudringen, und den vielen Afrikanern, die sich zur Zeit auf den gefährlichen Weg nach Europa machen, gelingt es umgekehrt nicht?

Er untersucht dazu politische Machtverhältnisse und historische Strukturen, die zu diesem Ungleichgewicht führen konnten. Sowohl auf dem afrikanischen Kontinent als auch in Europa lassen sich etliche Ursachen für diese Schieflage feststellen, in der sich die internationalen Beziehungen zwischen Afrika und Europa befinden.

Joël Agnigbo, geboren in Togo, beendete 2014 erfolgreich sein Masterstudium in Internationalen Kultur und Politikgeschichte an der Universität Siegen. “Stolpersteine auf dem Weg zur Freiheit” ist sein erstes Werk.            Es wirft eine Frage auf, die auf diese Art noch nicht gestellt worden ist und deren gesellschaftliche Tragweite eine Diskussion in Gang werfen könnte, die gerade den europäischen Blick auf Afrika und die Migration nachhaltig verändern könnte.

Ebenfalls argumentiert er, dass es keine gelungene Fluchtursachenbekämpfung geben kann, die die historischen Gegebenheit der Kolonisation ignoriert. Migration und Entwicklung gehören zusammen. Aber mit einer Sensibilität für die Hinterlassenen Systeme der Kolonialzeit, die bis heute Auswirkungen haben. Das Buch ist absolut zu empfehlen. Für jeden, der die Migration aus Afrika nach Europa verstehen will. Für jeden, der die Geschichte der Begegnung zwischen Europa und Afrika verstehen will. Für jeden der Fluchtursachen bekämpfen will.