Freitag, 31. Mai um 17:00
Übergabe des offenen Briefes der ISD an die taz aufgrund des Eklat beim diesjährigen taz.lab Kongress

Über 60 Organisationen und mehr als 600 Einzelpersonen haben bis zum heutigen Tag den Aufruf der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Bund) e.V. unterschrieben. Darin verurteilt der Verein die Reaktion der taz-Redaktion auf die Ereignisse, die sich rund um die Diskussionsrunde “Meine Damen und Herren, liebe N-Wörter und Innen” auf dem taz.lab am Samstag, 20. April 2013 in Berlin zugetragen haben.

Erst unter dem Einfluss der öffentlichen Reaktionen, dem offenen Schreiben der ISD und der  berechtigten Kritik auch aus den eigenen Redaktionsreihen, reagierte die taz nun mit einer Dossier-Reihe im eigenen Blatt zum gesellschaftlichen Phänomen von Rassismus und Sprache.

Zwar begrüßen wir als ISD diesen Schritt, doch halten wir weiterhin an unserer Kritik und auch an unseren Forderungen fest:
·      Wir erwarten eine öffentliche und schriftliche Entschuldigung, die auch als solche gewertet werden kann.
·      Wir erwarten auch eine noch immer ausstehende ausführliche, schriftliche  und öffentliche Stellungnahme, die eine inhaltliche Auseinandersetzung der taz mit den von uns dargelegten Vorgängen und der erfolgten Gegendarstellung von Sharon Otoo beinhaltet.

Unsere anhaltende Kritik ist Grund genug für uns, die gesammelten Unterschriften am Freitag, den 31. Mai 2013 um 17 Uhr an die taz Redaktion zu übergeben. Sharon Otoo, Tahir Della, Jonas Berhe und Anne Chebu werden in ihrer Funktion als Teil des ISD Vorstands die Übergabe der Unterschriften begleiten.

Der offene Brief ist hier einzusehen.
Wir bedanken uns bei allen, die sich mit uns solidarisch gezeigt haben.

Vorstand ISD Bund e.V.                                                                                           
Anne Chebu, Hadija Haruna, Tahir Della, Sharon Otoo, Jonas Berhe

Kontakt: isdbund.vorstand@isd-bund.org

Weitere Infos:

Anhang:
Auszüge aus anonymisierten Kommentaren, die uns zusammen mit den Unterschriften-Gesuchen erreichten und die breit gefächerte Kritik deutlich machen.

Hi Sharon, Tahir und die weiteren Vorstandsmitglieder der ISD,
ich möchte gerne euren offenen Brief an die taz zum taz.lab-Skandal unterschreiben.
Was ich lese und gehört habe, macht mich sprachlos und unglaublich wütend.
Danke für eure ausführliche Dokumentation und die gut gewählten Worte, die ihr der Gewalt entgegensetzt.
Grüße in Verbundenheit,
R.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich unterstütze Ihren offenen Brief in allen Punkten und das mindeste was ich tun kann, ist ihn mitzuzeichnen.
Und die taz werde ich nie wieder lesen.
Mit solidarischen Grüßen
M.

Sehr geehrter ISD-Vorstand,
das Antidiskriminierungsbüro Sachsen unterstützt Ihren offenen Brief an die taz-Redaktion und unterschreibt Ihn hiermit.
Das Verhalten und die Reaktionen des taz-Journalisten Yücel und der taz-Chefredatkion während und nach der Podiumsdiskussion „Meine Damen und Herren, liebe N-Wörter und Innen“ ist inakzeptabel. Es ist wirklich schade, dass diese auf die inhaltliche Kritik bzgl. des diskriminierenden und rassistischen Sprachgebrauchs nicht eingehen und alles von sich weisen. Umso wichtiger ist es, dass Sie öffentlich Kritik an der respektlosen ignorante Haltung der taz-Redaktion üben.
Wir finden den offenen Brief sehr gut und werden verfolgen, wie es weitergeht.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und verbleiben
mit solidarischen Grüßen aus Leipzig
das Team des Antidiskriminierungsbüros
Guten Tag,

Wir, die Gruppe für antirassistische Positionierung und Praxis (GAPP)
unterstützen Ihren offenen Brief an die Taz und ihre Forderungen
nach einer Entschuldigung und Stellungsnahmen.
Gegen den rassistischen Normalzustand und mit solidarischen Grüßen aus
Hamburg,
die Mitglieder_Innen von GAPP

Sehr geehrter ISD-Bund,
Angesichts des völlig inakzeptablen Verhaltens der taz, die mit sonst deutlich weiter rechts angesiedelten Argumenten Rassismus verharmlost, möchte ich meine Unterschrift Ihrem offenen Brief an die taz hinzufügen.
Mit freundlichen Grüßen,
M.

Lieber Vorstand,
hiermit melde ich mich auch zu der Unterschriftaktion gegen den unmöglichen Haltung sowohl von den Moderator Yücel als auch die TAZ als Institution allgemein, die immer wieder ihrer Grenzen überschreitet was der Ausübung/Praktizieren von Rassistische Aktionen/Problematiken aus der sogenannte liberale Ecke angeht. Diese Aktion mag von den Individuum Yücel ausgegangen sein, gehört aber (irgendwo) zu der von TAZ immer wieder gewagten Thesen/Aktionen in den letzten Jahren.
Insofern unterstütze ich die Initiative der ISD gegen der zuletzt veranstaltete Event von der TAZ.
Mit solidarischen Grüßen,
A.

Ich unterstütze die Forderungen, die ihr aufgestellt habt und, falls es nicht zu einer ernst zu nehmenden Entschuldigung, ausführlicher Stellungnahme und inhaltlichen Auseinandersetzung im Anschluss mit den Konsequenzen und  Rassismen der Veranstaltung kommt, werde ich zum 1.7. mein Abo der taz kündigen.
M.

Lieber ISD-Vorstand,
ich möchte auch gerne euren offenen Brief an die taz unterschreiben und meine Solidarität ausdrücken. Vielen Dank für eure Arbeit, vielen Dank das ihr euch die Mühe macht, kritik lautstark zu äußern und in rassistische Diskurse zu intervenieren.
mit solidarischen Grüßen,
R.

Ich unterschreibe Ihren offenen Brief an die taz. Ich bin ganz Ihrer Meinung. Deutschland ist leider ein rassistisches Land, was u.a. das ganze Drumherum des NSU-Prozesses zeigt. Passen wir gemeinsam auf.
Viele Grüße
B.

Liebe Initiator*innen des offenen Briefes an die Taz.
Ich würde mich gerne mit meiner Unterschrift beteiligen. Vielen Dank, dass Ihr öffentlich macht und adressiert welche überdeutliche Denk- und Handlungsschieflage auch in der TAZ zu diesem Thema herrscht.
Grüße
A.

Hiermit möchte ich den offenen Brief an die taz/ Stellungnahme der ISD mit unterschreiben.
Ich bin nicht Mitglied habe aber diesen Eklat mit Entsetzen verfolgt und begrüße Ihren Brief sehr.
H.

Liebe ISD,
Ich habe gerade den offenen Brief der ISD an die taz gelesen und bin von deren Reaktion, sowie deren Umgang mit rassistischer Sprache und ihren Auswirkungen sehr enttaeuscht.
Ich moechte gerne mit meiner Unterschrift dazu beitragen ein Bewusstsein fuer Rassismus zu schaffen und den Journalisten der taz damit deutlich machen, dass sich eine grosse Anzahl von Menschen bewusst gegen das Verwenden rassistischer Bezeichnungen ausspricht.
Herzliche Gruesse,
A.

Lieber ISD-Vorstand,
ich möchte den offenen Brief der ISD an die TAZ gerne mit meiner Unterschrift unterstützen und damit auch öffentlich gegen das respektlose Auftreten und den rassistischen Sprachgebrauch von TAZ-Vertreter_innen auf dem taz.lab sowie die im Anschluss verharmlosende und absolut unangemessene Berichterstattung und fehlende Verantwortungsübernahme/ kritische Auseinandersetzung protestieren. Vielen Dank für den tollen Brief und die Arbeit von der ISD!
Mit besten Grüßen
M.

Lieber ISD-Vorstand,
ich möchte gerne Ihren offenen Brief an die taz mit meiner Unterschrift unterstützen und mein Mitgefühl den betroffenen Menschen aussprechen, vor allem Frau Otoo, der ich meinen größten Respekt aussprechen möchte, sich dieser Diskussion gestellt zu haben.
Mit solidarischen Grüßen,
T.

liebe brüder und schwester,
gern unterschreibe ich dieser brief an die taz. meine entschäuschung gegenüber der taz ist enorm und es ist nicht das erste mal.
viele grüße,
E.

Sehr geehrter ISD Bund,
als Mitarbeiterin der taz möchte ich Ihnen mein tiefes Bedauern für die Geschehnisse aber auch den Umgang der taz damit im Nachhinein mitteilen und mich ausdrücklich davon distanzieren.
Es tut mir sehr leid und die Reaktion der taz ist für mich völlig unverständlich, weil sie sich gerade für Menschenrechte und gegen Rassismus einsetzt und dies auch im Miteinander in der taz so gelebt wird.   Somit möchte ich Sie bitten, meine Unterschrift zum offenen Brief zu ergänzen – gern auch mich dem Zusatz taz.
Mit freundlichen Grüßen