Seit Januar 2019 hat die ISD im Rahmen des Berliner Promotor/innenprogramms, das vom Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) koordiniert und von der Stiftung Nord-Süd-Brücken verwaltet wird, eine Promotorenstelle. Die Promotorenstelle von ISD-Bund umfasst die Themen Postkolonialismus und Antirassismus und hat sich zum Ziele gesetzt, die koloniale Geschichte Deutschlands aufzuarbeiten und Rassismus und Ausgrenzung in Deutschland abzubauen. Hier soll durch Vernetzungsarbeit, Unterstützung und Beratung der in diesem Arbeitsbereich tätigen Gruppen und Initiativen ein stärkeres Bewusstsein erreicht werden und für mehr Sichtbarkeit im öffentlichen Diskurs sorgen.
Die Stelle wird von Tahir Della betreut.
Arbeitsbeschreibung
Über koloniale Spuren aufzuklären, sie sichtbar zu machen und zu dekonstruieren ist ein wesentlicher Bestandteil des Fachpromotor für diasporische Perspektiven in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Vor allem im öffentlichen Raum sind die Spuren der deutschen und europäischen Kolonialgeschichte sichtbar und prägend. Mit seiner Arbeit trägt Tahir Della zu einem gesellschaftlichen Miteinander bei, das dringend gebraucht wird und unabdingbar ist für eine demokratische und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft. Neben einer interessierten Öffentlichkeit spricht er insbesondere diasporische und postkoloniale Initiativen in Berlin an sowie Bildungseinrichtungen, die sich mit dem deutschen Kolonialismus beschäftigen.