Der Black History Month wird in Deutschland seit den 1990er Jahren jeden Februar begangen. Ursprünglich aus den USA stammend, dient er Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Selbstorganisationen als Plattform, um Schwarze Perspektiven, Kultur und Geschichte in den Vordergrund zu rücken und gegen strukturellen Rassismus zu mobilisieren.
Ursprung und Bedeutung in Deutschland
Der Aktionsmonat wurde in Deutschland maßgeblich durch die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD) initiiert. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, wo der Monat staatlich anerkannt ist, wird der Black History Month hierzulande fast ausschließlich ehrenamtlich und zivilgesellschaftlich organisiert. Er dient als wichtiges Medium der Aufklärung über Themen wie:
Koloniale Vergangenheit: Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte (z.B. Völkermord an den Herero und Nama).
Repräsentation: Sichtbarmachung Schwarzer deutscher Biografien (wie etwa Anton Wilhelm Amo).
Teilhabe: Bekämpfung von Anti-Schwarzem Rassismus und Polizeigewalt.
Lokaler Fokus: Berlin
Besonders in Berlin ist der Black History Month stark verankert, da hier viele afrodiasporische Vereine und Initiativen (darunter das Each One Teach One (EOTO) Zentrum in Berlin-Mitte) ansässig sind. Jährlich finden dort (sowie in anderen Großstädten wie Hamburg und Köln) Dutzende Veranstaltungen statt. Der Februar ist gefüllt mit:
Podiumsdiskussionen zu gesellschaftspolitischen Themen
Filmvorführungen und Lesungen Schwarzer Autoren
Workshops und Musikevents
Ich helfe dir gerne weiter, wenn du:
Eure ISD-Bund e.V.
