Anti-Schwarzer Rassismus hinein bis in die Humanitäre Notlage!
Grenzpolizei verweigert Schwarzen und afrikanischen Menschen die EU-Grenze aus der Ukraine zu überqueren!
Unverzügliche und unbürokratische Grenzüberschreitung auch für afrikanische und Schwarze Menschen muss ermög-licht werden!
Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Bund e. V.) reagiert mit Fassungslosigkeit, tiefem Befremden und absolutem Entsetzen, auf die Verweigerungen der Grenzpolizei, Schwarze Menschen, unter ihnen afrikanische Studierende, die EU-Grenze zur Ukraine überqueren zu lassen.
Dass die Flucht aus der Ukraine für Schwarze Personen, insbesondere Studierende aus afrikanischen Ländern, erschwert und die Aus- sowie Weiterreise verhindert wird, offenbart wieder einmal die unverändert tiefsitzenden rassistischen Gedankenmuster – besonders in den europäischen Grenz- und Einreisepolitiken.
Diese Diskriminierung verdeutlicht einmal mehr die Wirkungsmacht von Anti-Schwarzem-Rassismus bis hinein in humanitäre Notlagen. Solche Praktiken sind tief in den heutigen globalen Machtverhältnissen verankert, die wiederum eine direkte Folge, der mit Gewalt durchgesetzten kolonialen europäischen Expansion sind.
Die deutsche Bundesregierung und die Europäische Union haben in den letzten Jahren, auch angesichts der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft, immer wieder den Willen formuliert, sich der Aufarbeitung der nationalen, sowie europaweiten kolonialen Vergangenheit zu stellen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um dem begangenen Unrecht mit den aktuellen Menschenleben verachtenden Folgen kolonialer Kontinuität mit Humanität zu begegnen.
Vor diesem Hintergrund solidarisieren wir uns mit den afrikanischen und Schwarzen Menschen, die derzeit aus der Ukraine und aus Belarus vor Krieg, Hunger und dem drohenden Tod fliehen.
• das Ermöglichen einer unverzüglichen und unbürokratischen Grenzüberschreitung,
auch der afrikanischen und Schwarzen Menschen, die der Kriegssituation entfliehen müssen!
• die sofortige Aufnahme aller afrikanischen und Schwarzen Flüchtenden aus der Ukraine, sowie Gewährung der gleichen Hilfen und Unterstützungen
wie anderen Flüchtenden!
• sichere und schnelle Weiterführungen in die Bundesrepublik Deutschland!
• Gewährung eines vereinfachten Zugangs zu Studierendenvisa für die Fortsetzung des Studiums in der Bundesrepublik!
Das ISD Statement findet ihr hier auch als PDF
