Ausschreibung – ISD sucht Verstärkung

Buchhaltung 

Teilzeitstelle 20 Std/Woche,
TVöD E6-E9,
Standort: Berlin, Frankfurt oder Leipzig

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) sucht ab sofort eine*n Mitarbeiter*in für die Buchhaltung.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland wurde 1985 gegründet und ist inzwischen mit ADEFRA die älteste Selbstorganisation von und für Schwarze Menschen in Deutschland.
Die ISD vertritt die Interessen von Schwarzen Menschen in Gesellschaft & Politik. Das Ziel ist die Förderung der politischen Partizipation Schwarzer Menschen und die Verbesserung ihrer Lebenssituation in Deutschland. Die ISD fordert eine antirassistische Haltung in allen Bereichen der Politik (Bildung, Aufenthalt, Asylgesetzgebung) und dass die Realität unterschiedlicher und ineinandergreifender Formen von Diskriminierungen anerkannt wird. Die ISD versteht sich dabei nicht als alleinige Vertreterin Schwarzer Menschen in Deutschland, sondern vielmehr als Teil Schwarzer Communities mit all ihren NGOs, Initiativen, Verbänden und Projekten. 

 

Aufgabengebiete:

  • Buchhaltung, Abrechnung für alle Standorte
  • Durchführung von Büromanagement/Administrationsarbeit
  • Unterstützung bei Abrechnung von Projekten
  • Unterstützung des Melde- und Dokumentationssystems

Wir suchen eine Person mit:

  • Kaufmännischer Ausbildung oder vergleichbarer (Fach-)Hochschul- oder Berufsausbildung
  • Erfahrung in der Buchhaltung bzw. der Verwaltung von öffentlichen Geldern
  • Organisatorischen und administrativen Fähigkeiten
  • Sicherem Umgang mit Software-Tools, insbes. Windows-Paket (Excel, Word, Outlook)
  • Selbständiger und strukturierter Arbeitsweise
  • Einem Auge für Details
  • Team-, Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
  • Kultur- und diskriminierungssensible Herangehensweise

 

 Wir bieten:

  • Vergütung angelehnt an TVöD E6 oder E9, abhängig von der Qualifikation
  • Möglichkeit von Fort- und Weiterbildungen
  • Regelmäßige Supervision
  • Flexible Arbeitszeitgestaltung, Möglichkeit von Homeoffice
  • Ein kooperatives Miteinander

Deine Bewerbungsunterlagen

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Referenzen
  • Angabe deines frühestmöglichen Eintrittstermins

Die Bewerbung soll bitte in einer PDF-Datei bis zum 21.11.2021 an siraadwiedenroth@isd-bund.org gesendet werden. Wir freuen uns auf die Bewerbungen!

Im Sinne der intersektionalen Aufstellung unseres Teams ermuntern wir ausdrücklich Queere*LSBTIQA-Menschen, Menschen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung und/oder Migrations- oder Fluchterfahrung, afrikanische und afrodiasporische Menschen sich zu bewerben.

Anonymisierte und ohne Foto eingesendete Bewerbungen werden gleichwertig berücksichtigt.

Die Ausschreibungen findet ihr auch als PDF zum Download hier -> Ausschreibung Buchhaltung_ISD

Antirassistische Website führt zu Hausdurchsuchung!

Am Donnerstag, den 15.07.2021 wurde das Berliner Büro und Privatwohnungen des Künstler*innenkollektivs Peng durchsucht. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft ist der Aufruf zu Straftaten.

Die Polizei verschaffte sich in den frühen Morgenstunden Zugang zu den Räumen. Als Grund für die Durchsuchung wird die Website tearthisdown.com genannt.

Staatliche Repressionen wegen Antirassistischer Deutschlandkarte

Kunstfreiheit & Satire zählt nicht bei der Thematisierung von Kolonialismus

Wir arbeiten weiter an einer angemessenen & kritischen Auseinandersetzung

Berlin, 26. Juli 2021.

Das Kunstprojekt „Tear this down“ entstand in Zusammenarbeit mit uns, der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) im Sommer 2020. Im Zuge der Black Lives Matter Proteste nach der Ermordung des US-Amerikaners George Floyd, kam es weltweit zu vielfältigen Aktionen, künstlerischen Interventionen und öffentlichen Diskussionen darüber, wie sich kolonialrassistische Traditionen durch unseren Alltag ziehen und koloniale Spuren, wie zum Beispiel die Ehrung von Kolonialverbrechern durch Denkmale und Straßennamen, im öffentlichen Raum präsent sind. „Tear This Down“ besteht aus einer Deutschlandkarte, in der solche kolonialrassistischen Orte gesammelt werden können. Ein Blick auf die Karte zeigt: Bei der Vielzahl an Straßen- und Plätzen mit Kolonialbezug ist die These, Deutschland sei nie eine Kolonialmacht gewesen, nicht haltbar.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ist entsetzt über die Repression, die nun, ein Jahr nach dem Erscheinen der Website, dem Peng Kollektiv entgegen schlägt.

Konrad Erben, Vorstand der ISD führt aus: „Wir sehen darin nicht nur Schikane von politischen Künstler*innen, sondern ganz klar auch die Kriminalisierung der Black Lives Matter-Proteste und der antirassistischen Bewegung.  Während rassistische Darstellungen und Witze so oft mit Satire und Kunstfreiheit rechtfertigt werden, rückt der Staatsschutz an, sobald Künstler*innen Kolonialismus thematisieren.“

Während es seit Jahren kaum Ermittlungserfolge in Bezug auf rassistische Drohungen, Übergriffe und rechten Terror gibt, verbringt die Polizei ihre Zeit damit wegen einer Website Hausdurchsuchungen durchzuführen.  

„Es ist unmöglich mit welcher Unverhältnismäßigkeit die Polizei gegen ein Künstler*innenkollektiv vorgeht“, kommentiert Simone Dede Ayivi, Referentin der ISD. 

 „Die ISD und viele andere Organisationen und Einzelpersonen arbeiten seit vielen Jahren daran, koloniale Spuren im öffentlichen Raum angemessen zu thematisieren. Ein breites Bündnis aus Politik und Zivilgesellschaft hat in vielen Städten die Umbenennung von Straßen und eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte ermöglicht. Daran werden wir weiter arbeiten“, sagt Tahir Della Sprecher der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland.

PM hier downloaden.

Madgermanes: Bundesregierung steckt Kopf in den Sand

Berlin, 21. Juli 2021
Unmenschliche Behandlung von mosambikanischen Vertragsarbeiter*innen wird durch die Bundesrepublik Deutschland fortgesetzt!

Verantwortung zu übernehmen scheint ein Fremdwort zu sein und die Tradition über Betroffene, statt mit Betroffenen zu reden wird weitergeführt.

→ Enttäuschende Antwort der Bundesregierung auf Nachfrage

→ Ein Versuch sich sämtlicher Verantwortung der Mittäterschaft zu entziehen und jegliche Ansprüche abzusprechen

→ Forderung nach Aufarbeitung und Anerkennung des Unrechts, welches den mosambikanischen Vertragsarbeiter*innen

Pressemitteilungen zur Antwort der Bundesregierung zu offenem Brief für Entschädigungszahlungen an die sogenannten MADGERMANES: PM zu Madgermanes

[Hamburg] BHM – Programmänderung!

leider gibt es eine Programmänderung auf Grund von Kommunikationsfehlern. Unannehmlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.
Heute läuft Timbuktu und n i c h t Black Power Mixtape.
Heute, 4.2.2016 um 19.15 Uhr im Metropolis Kino (Kleine Theaterstraße 10), Timbuktu (OmU)
„Die Dschihadisten kommen nach Timbuktu, einer vom toleranten Islam geprägten Stadt, und machen den Leuten dort strenge religiöse Vorschriften. Die Einwohner erdulden ohnmächtig das Terrorregime, das von den Dschihadisten eingesetzt wurde, um ihren Glauben zu überwachen. Musik, Gelächter, Zigaretten und sogar das Fußballspielen werden verboten. Jeden Tag werden von kurzfristig eingesetzten Tribunalen tragische und absurde Strafen ausgesprochen. Kidane und seine Familie blieben von dem Chaos bislang in Timbuktu verschont. Aber ihr Schicksal ändert sich, als Kidane aus Versehen Amadou tötet, einen Fischer, der seine Lieblingskuh »GPS« schlachtete. Nun muss er sich den neuen Gesetzen der ausländischen Besatzer stellen.“

[Hamburg] Black History Month – Programm ab heute

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Es ist Februar, es ist Black History Month!
In Hamburg wird in diesem Jahr der 20. Hamburgische Black History Month begangen mit einem ganz und gar wunderbaren Programm.
Heute Donnerstag 4.2.2016, im Metropolis Kino (Kleine Theaterstraße 2) um 19.00 Uhr wird Black Power Mixtape gezeigt (schwedisch/englisch Original mit deutschen Untertiteln)
Trailer Klick!
„The Black Power Mixtape 1967-1975 hebt einen wahren Schatz von jahrzehntelang in den Archiven verschollen gewesenem, einzigartigem 16mm-Filmmaterial; ausschließlich gefilmt von schwedischen Journalisten die Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in die USA reisten. Sie waren auf der Suche nach den Hintergründen und Tatsachen zu den Berichten über die US-amerikanische Bürgerbewegung der Schwarzen Bevölkerungsgruppen. Schnell fanden diese interessierten Europäer Zugang zu den Anführern des damaligen Black Power Movement – unter anderem zu Stokely Carmichael, Bobby Seale, Angela Davis und Eldridge Cleaver. Und es gelang den Reportern, diese Ikonen des Aufstands in sehr intimen, privaten Momenten zu filmen, bemerkenswert offene und ehrliche Interviews mit ihnen zu führen.
Dennoch verschwand das Material zeitnah in den Archiven. Erst mehr als 30 Jahre später wurden die Filmrollen mit den beeindruckenden Inhalten in den Kellern des Schwedischen Fernsehens wieder entdeckt. Der schwedische Regisseur Göran Olsson hat daraufhin u.a. zusammen mit Danny Glover als Koproduzent das Material wieder den Augen der Welt zugänglich gemacht. Entstanden ist The Black Power Mixtape 1967-1975, ein Mosaik von Bildern, brandneuer Musik und aktuellsten Erzählerstimmen. Eine Chronik der bis heute wichtigsten, einflussreichsten und bedeutendsten Bürgerbewegung aller westlichen Demokratien. Ein packendes, hoch emotionales zeitgeschichtliches Dokument der größten Stunde der US-Amerikanischen Bürgerrechte: Der Black Power Bewegung.
Musik von Questlove (The Roots) und Om’Mas Keith wird kombiniert mit Kommentaren und Erzählungen von prominenten Afro-Amerikanern, deren kreativer Ausdruck und Leben von der Black Panther Bewegung stark beeinflusst war und ist. Dazu gehören unter anderem Erykah Badu, Harry Belafonte, Talib Kweli und Melvin Van Peebles. So bekommt das zeitgeschichtliche Filmmaterial neue Impulse. Zusammen mit der hohen visuellen Kraft der cinematografisch starken Bilder ist ein frischer, hochaktueller Film entstanden. Ein Film, der wie eine Blaupause wirkt für die Geschehnisse rund um so viele hochaktuelle Wutbürger-Proteste und Aufstände der verschiedensten Arten zwischen Gorleben, Berlin und Stuttgart, Kairo, Damaskus, Tripolis, London oder Athen.“
Morgen, Fr. 5.2.2016 ab 21 Uhr im Haus 73, Schulterblatt 73  ist Poetry Night
„Eintritt : 4,- €
Die Poetry Night ist innerhalb des jährlich wiederkehrenden BLACK HISTORY MONTH ein Highlight. Eine Reihe Schwarzer Künstler und Künstlerinnen tragen deutsche oder englische Texte über Erfahrungen und Aspekte Schwarzen Lebens vor . Mal mit Humor , mal ernst, manchmal mit musikalischer Begleitung oder als Spoken Word erzeugen sie ihre individuelle Atmosphäre. Rhythmus, Ton und Bewegung sind ausdruckstarke Stilmittel der Performance und stehen in Verbindung mit der alten afrikanischen Tradition oraler Überlieferung von Geschichte und Geschichten.
Mit Alassane Jensen, MaSeHo, Tabitha Minott, Elaine Thomas u.a. special guest:  Linda Gabriel from Zimbabwe“
und am Sonntag, 7.2. 2016 ab 16 Uhr im Stage Club, Stresemannstr 163 (S Bahn Haltestelle Holstenstraße) ist Afro-Latin Connection
„Mit Yani ( Cuba ), Ray Darwin ( Jamaica ), B.J. Philip ( St. Lucia ) und Marion Campbell (Jamaica/GB)
Soca, Calypso, Afro Cuban / Salsa, Reggae
Exzellente Sänger und Sängerinnen präsentieren begleitet von der internationalen „BHM Band“ eine Auswahl karibischer
Musik aus Cuba, St. Lucia, Trinidad und Jamaica. Zwischen exzellenten Darbietungen werden informative Hintergründe und historische Fakten zu Schwarzer Geschichte von der Moderatorin aufgegriffen und dem Publikum u.a. in einem Wissens-Quiz vermittelt. Da die Veranstaltung bereits am späten Nachmittag beginnt können Eltern mit ihren Kindern und Jugendliche am Programm teilnehmen.
Das Publikum setzt sich aus Gästen aller Altersgruppen und verschiedenster Herkunft zusammen. Alle verbindet das Interesse an Schwarzer Kultur, so daß bei erstklassigem Entertainment und leckeren kulinarischen Spezialitäten ein reger Austausch in familiäre Atmosphäre stattfindet.“
Kommt zahlreich und bringt Freund*innen mit!
Mehr Infos und weiteres Programm unter
bhmhamburg.de

Bericht über das Schwarze Kulturfestival Hamburg

 
 Bericht Schwarzes Kulturfestival Hamburg  (.pdf zum Download)
 
 
Anlass
Im Deutschen Schauspielhaus Hamburg sollte am 14. 6. 2014 die Premiere von Genets „Die N….“ in der Inszenierung von Johan Simons stattfinden, eine Koproduktion mit den Wiener Festwochen und den Münchener Kammerspielen.
 
Bereits im Vorfeld protestierten Schwarze Menschen gegen den diskriminierenden Titel, das in der Werbung praktizierte Blackfacing sowie die Ensemblebesetzung mit weißen Schauspielern entgegen den Anweisungen des Autors. Insbesondere das Fehlen einer Kontextualisierung von Werk und Titel war Anlass für einen Offenen Brief diverser Schwarzer Organisationen aus Österreich und Deutschland, der die Absetzung des Stückes fordert. Anstelle eines öffentlichen Diskurses mit den Schwarzen Protestierenden wählten die Produzenten der Inszenierung das Reden über sie. Für die Schwarzen Stimmen hatte die Medienberichterstattung darüber vor allem Drohbriefe und Hassmails zur Folge.
 
 
Projektidee
In dieser Ausgangssituation haben Schwarze Menschen in Hamburg beschlossen, der Inszenierung des Deutschen Schauspielhauses eine eigene Veranstaltungsreihe entgegenzusetzen. In dieser sollten die Themen von Genets „Die N….“ und der fragwürdigen Aufführungspraxis des Werkes, nämlich Rassismus, Kolonialismus, Diskriminierung und Außenseitertum aus Schwarzer Sicht, also von den Subjekten dieser Themen, vielfältig bearbeitet werden.
Die Veranstaltungsreihe trug den Titel „Mit unseren eigenen Stimmen – Black is more than a (Black)Face“. Sie fand während des geplanten Zeitraums der Vorstellungen von „Die N….“ im Schauspielhaus zwischen dem 14. 6. und dem 3. 7. 2014 in Hamburg statt. Veranstalterin des Festivals war die ISD (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland), Regionalgruppe Hamburg.
 
 
Zielgruppe
Alle Bürger_innen und Gäste Hamburgs waren herzlich eingeladen, die Sichtweisen Schwarzer Menschen und People of Color kennenzulernen. Mit Ausnahme eines Workshops, der alleinig für Schwarze Menschen war, waren alle Veranstaltungen offen.
Die Vielfalt der Veranstaltungsformen spiegelte nicht nur die Reichhaltigkeit Schwarzen Kulturlebens in Deutschland wider, sondern lud auch ein breites Publikum ein.
 
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PRESSEMITTEILUNG Fehlstart in der Erinnerungskultur

Afrika Bund (Hamburg)
Afrikarat-Nord
Arbeitskreis Hamburg Postkolonial
Arca – Afrikanisches Bildungszentrum Hamburg
Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund und Regionalgruppe Hamburg)
Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland
PRESSEMITTEILUNG
Fehlstart in der Erinnerungskultur
Hamburg 9.7.2014
Selbstorganisationen Schwarzer und afrikanischer Menschen sowie postkoloniale Initiativen protestieren gegen ihren Ausschluss bei der Erstellung des aktuellen Senatskonzepts zur Aufarbeitung von Hamburgs „kolonialem Erbe“
Der Hamburger Senat hat gestern in seiner Stellungnahme an die Bürgerschaft in Grundzügen ein geplantes Erinnerungskonzept zur Aufarbeitung der städtischen Kolonialgeschichte vorgestellt.
Grundsätzlich begrüßen die Verbände Schwarzer und afrikanischer Menschen in Deutschland sowie Hamburgs postkoloniale Initiativen dieses bundesweit erste Konzept zur Aufarbeitung der kolonialen Stadtgeschichte, das sie selbst initiiert und seit Jahren eingefordert haben.
Zugleich protestieren sie mit Nachdruck gegen den nicht hinnehmbaren Ausschluss ihrer Vertreter_innen aus der Entwicklung dieses Konzepts, das entsprechend wenig Raum für die zukünftige Beteiligung der Nachfahren kolonisierter Menschen und kritischer Geschichtsinitiativen zulässt.
Ginnie Bekoe, Beiratsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISDBund) erklärt: „Dass den Nachfahren der Opfer von Kolonialismus und Rassismus die Mitarbeit an dem von uns selbst angeregten Konzept verwehrt wird, ist ein Skandal. Deutlich wird dabei, dass die Perspektiven von Schwarzen Menschen und People of Colour auf Geschichte und Gegenwart unserer Stadt bis heute ganz bewusst übergangen werden.“
HMJokinen vom Arbeitskreis Hamburg Postkolonial dazu: „Herausgekommen ist ein städtisch verordnetes Erinnerungskonzept, ein Top-Down-Modell ohne Gestaltungs- und Partizipationsmöglichkeiten für Initiativen Schwarzer Menschen und zivilgesellschaftliche Akteure. Wir fordern den Senat erneut auf, diese umgehend zu einem Runden Tisch
einzuladen, an dem gemeinsam ein Konzept erarbeitet werden kann.“
Pressemitteilung vom 9.7.2014 „Fehlstart in der Erinnerungskultur“ (.pdf zum Herunterladen)
Hamburg 9.7.2014
Weitere Informationen
Pressemitteilung des Senats vom 8.7.2014
Stellungnahme des Senats an die Bürgerschaft vom 8.7.2014 (.pdf zum Herunterladen)