Die tägliche Erfahrung mit Rassismus – Schwarzsein und in Deutschland leben

Seit 400 Jahren leben Schwarze in Deutschland – und bis heute werden sie über ihre Hautfarbe identifiziert und diskriminiert. Die Tatsache, dass Schwarze deutlich häufiger ohne konkreten Verdacht in Polizei-Kontrollen geraten, ist seit Jahren unter dem Stichwort „racial profiling“ Gegenstand einer kritischen politischen Diskussion. Viele Weiße erleben es immer noch als Widerspruch, wenn ein Schwarzer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Aussagen wie „Sie sprechen aber gut Deutsch für einen Afrikaner!“ oder „Woher kommen Sie denn eigentlich her?“ signalisieren Schwarzen, dass sie immer noch als Fremde, als nicht dazugehörig wahrgenommen werden. Die „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ bringt die Interessen und Themen schwarzer Menschen in die Öffentlichkeit. Der Verein feierte im Januar 2016 bereits 30 jähriges Bestehen und Quarks & Co hat einige der Aktivisten getroffen.   Sharen...

Restorative Justice after Genocide

Non-Governmental Congress on the Ovaherero and Nama Genocides 1904-08 October 14-16, 2016, Centre Francais de Berlin, Müllerstraße 74, 13349 Berlin, Germany ABOUT The congress will bring together, in solidarity and common purpose, Black, white and African people in Germany with descendants of the victims of the Ovaherero and Nama genocides 1904-1908 from all over the world INVITING HOSTS: Berlin Postkolonial Ovaherero/Ovambanderu Genocide Foundation (OGF) Nama Technical Committee on Genocide Association of the Ovaherero/Ovambanderu Genocide in the USA (OGA) OvaHerero/Mbanderu and Nama Genocides Institute (ONGI) NGO Alliance “No Amnesty on Genocide!” AfricAvenir International Initiative of Black People in Germany (ISD Bund) Central Council of the African Community in Germany MEDIA PARTNERS AFROTAK TV cyberNomads LoNam – Das Afrika-Magazin MAIN GOALS to reflect on Ovaherero and Nama anticolonial resistance, the genocides 1904-08, their long-term impact and on the past struggle for restorative justice. to evaluate recent developments and the present situation in Germany and Namibia with regard to the exclusion of Ovaherero and Nama from the genocide negotiations. III. to affirm the right of the Ovaherero and Nama communities to be directly involved in negotiating a comprehensive solution, including recognition of the genocides, a sincere apology and just reparations for the genocides. to chart a course for transnational actions to secure restorative justice and the repatriation of all Ovaherero and Nama human remains shipped to Germany. DATES and TIME The congress will begin on Friday October 14 at 2 pm and end on Sunday October 16 at 1 pm. It will conclude with a march through Berlin starting on Sunday morning at 9 am at the Centre Francais PROGRAM Once finalized,...

Kritik an namibisch-deutschen Genozidverhandlungen in Berlin

Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“  Pressemitteilung 07.09.2016 Regierungsverhandlungen zum Völkermord an den Herero und Nama in Deutschland: Zivilgesellschaft solidarisiert sich mit ausgeschlossenen Betroffenenvertretungen und plant gemeinsamen Genozid-Kongress in Berlin Vor dem Hintergrund der aktuell in Berlin laufenden offiziellen Verhandlungen zwischen einer hochrangigen Regierungsdelegation aus Namibia und der Bundesregierung über Deutschlands Genozide an den Herero und Nama 1904-08 fordert das bundesweite NGO-Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ die Regierungen beider Länder nachdrücklich dazu auf, die Verbände der Herero und Nama endlich als Betroffenenvertretungen anzuerkennen und mit an den Verhandlungstisch zu laden. Die Ovaherero and Ovambanderu Genocide Foundation und das Nama Technical Committee on Genocide, ohne deren langjähriges Engagement es die Anerkennung des Genozids durch Deutschland und die derzeitigen Verhandlungen überhaupt nicht gäbe, protestieren in einer aktuellen Pressemitteilung entschieden gegen ihren Ausschluss. Sie kündigen an, dass sie die Ergebnisse der exklusiven namibisch-deutschen Regierungsverhandlungen in keinem Fall anerkennen werden. Beide verweisen zudem darauf, dass dieser Ausschluss eklatant gegen einen diesbezüglichen Beschluss des namibischen Parlaments von 2006 und auch gegen die UN-Erklärung über die Rechte der indigenen Völker von 2007 verstößt. Das namibische Parlament hatte am 26.10.2006 einen deutsch-namibischen Trialog unter Einschluss der Betroffenenvertretungen gefordert, während die Vereinten Nationen schon vor Jahren allen indigenen Gemeinschaften das Recht garantierten, an Entscheidungen, die sie unmittelbar betreffen, mit selbsternannten Vertreter_innen beteiligt zu sein. Der in Berlin lebende Herero Israel Kaunatjike vom Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ erklärt: „Wir solidarisieren uns mit der berechtigten Forderung der namibischen Herero- und Nama-Vertretungen nach direkter Teilhabe an den namibisch-deutschen Wiedergutmachungsverhandlungen. Ihren Ausschluss betrachten wir als einen weiteren Affront gegenüber denjenigen, die bis heute unter den Folgen der Vertreibung, Enteignung und Vernichtung durch die deutsche „Schutztruppe“ zu leiden haben.“ Vor dem Hintergrund...

Umbenennung der Mohrenstraße: Mehr Respekt vor der Geschichte von Menschen afrikanischer Herkunft in Berlin

Offener Brief an die Redaktion der Berliner Zeitung Sehr geehrte Damen und Herren, am 26.8.16 veröffentlichte Ihre Zeitung den Artikel „Umbenennung der Mohrenstraße: Kein Respekt gegenüber der Geschichte Berlins“ von Maritta Tkalec, Ressortleiterin für Politik und Lokalgeschichte. In diesem Text werden die mehr als 200 überwiegend Schwarzen und afrikanischen Teilnehmenden des 3.Umbenennungsfestes für die Berliner „Mohrenstraße“ am Internationalen Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und an seine Abschaffung (23.8.) als undemokratische „Bilderstürmer der Neuzeit“ tituliert. Die Autorin behauptet, dass es sich bei deren Forderung nach Änderung des Straßennamens mit der diskriminierenden Fremdbezeichnung für Schwarze und afrikanische Menschen um eines der „häufig ins Abstruse gesteigerten Ansinnen“ von „winzigen Minderheiten“ handele. Nicht genug damit vergleicht Frau Tkalec die friedlich Feiernden, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, mit „muslimischen Wüterichen“ und den Terroristen des IS, die „unter Berufung auf die politische Korrektheit und unter Betonung ihres Status als Diskriminierte und Beleidigte, Worte, Symbole, Kunstwerke“, die „Zeugnisse älterer – fremder – Kulturen“ „tilgen“ und „ausrotten“ wollen. Sie wirft den erinnerungspolitisch Engagierten „Respektlosigkeit gegenüber der 300 jährigen Stadtgeschichte“ vor undbescheinigt ihnen, „geschichtsverfälschenden Unsinn“ zu verbreiten. Als initiierende Verbände und Organisationen der u.a. von der Bundesregierung und vom Berliner Senat geförderten Gedenk- und Bildungsveranstaltung, die unter Beteiligung von Bundestagsmitgliedern im Rahmen der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft stattfand, protestieren wir entschieden gegen diese unglaubliche Diffamierung der Teilnehmenden. Von Frau Tkalec erwarten wir eine öffentliche Bitte um Entschuldigung für ihre verantwortungslosen verbalen Entgleisungen, die einer professionellen Journalistin unwürdig sind. Zudem fordern wir Ihre Zeitung zum Abdruck dieses Offenen Briefes auf, in dem wir den zahlreichen Falschaussagen Ihrer Autorin entgegentreten. 1706, als der von uns kritisierte Straßenname vergeben wurde, war der preußische König Friedrich I. offizieller Herrscher über die 1683 im Auftrag des „Großen“ Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg errichtete Handelskolonie „Groß Friedrichsburg“...

“Black Lives Matter – Berlin” Protestmarsch

„It is our duty to fight for our freedom. It is our duty to win. We must love each other and support each other. We have nothing to lose but our chains.“ – Assata Shakur Let us stand in solidarity — let our voices be heard!The second “Black Lives Matter – Berlin” protest will take place on July 22nd , starting from 6pm. The march will start atU Bahn M*straße and we will roughly walk 1.5 to 2 hoursvia Charlottenstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Oranienstraße (with a stop at Oranienplatz), Kottbusser Damm until we reach Hermannplatz at around 8pm.At Herrmannplatz a speakers corner awaits and there will be music for us to get together until 11pm. „Es ist unsere Verpflichtung für unsere Freiheit zu kämpfen. Es ist unsere Verpflichtung zu gewinnen. Wir müssen uns gegenseitig lieben und uns unterstützen. Wir haben nichts zu verlieren als unsere Ketten“ – Assata Shakur  Lasst uns solidarisch zusammen stehen – lasst unser Stimmen hörbar werden!   Der zweite “Black Lives Matter – Berlin” Protestmarsch findet am 22.July 2016 um 18.00 statt.   Der Protestmarsch startet an der M*straße und wir werden voraussichtlich 1,5 bis 2 Stunden laufen – die Route ist; Charlottenstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Oranienstraße (Zwischenkundgebung Oranienplatz), Kottbusser Damm,  Hermannplatz.   Am Hermannplatz erwartet uns eine „speakers corner“ und Musik bis 23.00   Schließt euch an, verbreitet den Aufruf and bring a friend   hier geht’s zum Facebook Event Sharen...